Outdoor – Champions

Sie sind geritten und geritten, über Felder, Hügel, Berge und Landstraßen. Viele, viele Stunden lang. Die Reiter, die sich der großen Outdoor-Challenge gestellt haben. Alles über die Bedingungen, die gerittenen Stunden, die Mit(st)reiterinnen könnt ihr hier erfahren. Bitte was sind übrigens Wildschweinrunden? Würd mich sehr interessieren, vielleicht könnte sich diesbezüglich mal wer bei mir melden?

Also jedenfalls habe ich jetzt und hier das Vergnügen, die Gewinnerinnen des Outdoor-Cups 2016 zu interviewen, ich gratuliere aber auch ganz herzlich allen anderen, die Anteil an den insgesamt 1.000 gerittenen Stunden haben. Das ist gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt … Starten wir gleich mal mit der Gewinnerin der Erwachsenenklasse … Trommelwirbel für Susanne Edinger!

miia: Mit welchem Pferd warst du sooooo viele Stunden unterwegs?

Susi: Mit Ský von Westerthal und heuer auch mit meinem Youngster Fáfnir vom Hausruckhof (auf dem Foto sind Ský – der Fuchs, Fáfnir – der Schecke und meine Mum, Gabriele Payr, die viel mit mir gemeinsam unterwegs ist, mit ihrem Pferd Boki – der Rappe 🙂 !

miia: Von welchem Reitstall kommst du?

Susi: Vom RV Raisenbach, einem kleinen Hof im Wienerwald.

miia: War es das erste Mal, dass du bei diesem Wettbewerb mitgemacht hast?

Susi: Nein, ich mache seit Einführung dieses Cups im Jahr 2014 mit. (Anmerkung von miia: Susi macht nicht nur mit … sie hat ihn auch bisher immer gewonnen! 🙂 )

miia: Wie viele Stunden bist du insgesamt geritten?

Susi: In meinem Leben – keine Ahnung, jeden Tag seit ca. 15 Jahren, in den letzten Jahren jeweils mehrere Stunden pro Tag. So im Durchschnitt kann man sagen: Jeden Tag, wenn ich nicht ausreite, ca. 3 h; in einer Woche gehe ich normalerweise 2-3 Mal ausreiten, jeweils zwischen 2 und 7 Stunden.

miia: Wow. Wohin hat dich dein allerlängster Ritt geführt? Wie viele Stunden warst du da unterwegs?

Susi: Das war eine Hochland-Querung in Island, ca. 7 Tage mit je 6-7 Stunden am Tag reiten. Bei mir im Grätzel: Aufs Hochrotherd, ein sehr schöner 8-9 stündiger Tagesritt. In Planung für das nächste Jahr wäre einmal ein Rundritt durch den ganzen Wienerwald, an alle Grenzen des riesigen Gebiets, das wird ca. eine Woche dauern.

miia: Was muss man eigentlich bedenken, wenn man so lange Ritte macht?

Susi: Die Pferde langsam und schonend darauf vorbereiten, sinnvoll dauert das Konditionstraining für ganz große Ritte meiner Erfahrung nach mindestens ein Jahr, damit das Pferd nicht überfordert ist. Zu Fuß gehen nicht scheuen, vor allem bei schwierigerem Gelände. Das passende Pferd zum eigenen Körpergewicht, die 20 % Grenze finde ich angemessen! Keine neue, nicht erprobte Ausrüstung verwenden, vorher bei kürzeren Ritten ausprobieren. Am Tag danach das Pferd nicht stehen lassen, sondern ganz, ganz wichtig, leicht bewegen, damit kein Muskelkater kommt, Dressurgymnastik eignet sich da ausgezeichnet. Da gäbe es noch viele Punkte 🙂 ! Aber ich bin schon stolz darauf, dass ich mit Ský solche Unternehmungen seit fast 10 Jahren mache und er noch nie lahm, körperlich bedient oder unmotiviert war 🙂 !

miia: Warum sollte jeder Islandpferdefan einmal in seinem Leben einen Wanderritt gemacht haben?

Susi: Jeder Reiter, nicht nur jeder Islandpferdefan, weil man so sein Pferd eigentlich wirklich kennenlernt und es einen als Team zusammenschweißt.

miia: Vielen lieben Dank liebe Susi und noch einmal einen ganz herzlichen Glückwunsch. Morgen folgt übrigens ein Interview mit einer weiteren Gewinnerin! Und fürs nächste Jahr: Könnte bitte jemand Susi herausfordern 🙂 ? Ääääh, meine liebe Náma, jetzt fang ma mal an mit dem Konditionstraining.
 

 

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