Patrick und sein zweiter Platz

Wenn man die Statements liest, die in der Zeitschrift iiö über jenen Mann geschrieben stehen, der am zweiten Platz der beliebtesten Islandpferde – Reitlehrer gelandet ist, kann man sich richtig vorstellen, wie schön der Reitunterricht bei Patrick Zrnjevic sein muss. Ein Gesamtpaket aus Kompetenz, Leichtigkeit und Liebe zur Berufung, wie es sinngemäß dort geschrieben steht. Grund genug, Patrick ein paar Interviewfragen zu schicken, wie ich finde. Gepaart natürlich auch mit meinen allerherzlichsten Glückwünschen zur “Silbermedaille” 🙂 !

miia: Was war dein erster Gedanke, als du erfahren hast, dass du der zweit – beliebteste Islandpferde – Reitlehrer in Österreich bist?

Patrick: Als die Nachricht per WhatsApp von einer mir unbekannten Nummer kam, war ich erst etwas verwirrt, überrascht und skeptisch. Geglaubt hab ich es erst, als ich ein Beweisfoto von der Seite der iiö bekommen hab, auf der das gestanden ist. Das ist ja eine Anerkennung und ein Dienstzeugnis, das einem kein Arbeitgeber auf ein Blatt Papier bringen kann. Unglaublich!

Beweisfoto: Die Seiten 26ff der aktuellen iiö

miia: Seit wann bist du Reitlehrer und kannst du mir bitte kurz die wichtigsten Stationen in deinem Reiterleben nennen?

Patrick: Stationen, die mich reiterlich sehr geprägt haben waren Ampflwang, Lichtegg, Burghauser und natürlich Gastein. Auf meiner Liste stehen aber auch Stationen, die mir gezeigt haben, wie es nicht geht. Die sind genauso wichtig gewesen, finde ich.

miia: Was ist dir als Reitlehrer am Allerwichtigsten?

Patrick: Am Wichtigsten finde ich das Wissen über das Pferd, den Zugang dazu und den Respekt und das Verständnis für dieses Tier. Ich habe wirklich viele Reiter unterrichtet, deren Vorstellungen von einer Reitstunde sich maßgeblich von meiner unterschieden haben. Menschen, die sich nicht schmutzig machen wollen und erwarten, ein gestriegeltes und gesatteltes Pferd vorzufinden, drauf sitzen und nur “tschundern” wollen und jeden Satz mit “Ja, aber …” beginnen, ohne auch nur die Antwort des Pferdes abzuwarten. Diese Reiter waren und sind nicht richtig aufgehoben bei mir.

miia: Hat es schon mal Zeiten gegeben, in denen du überlegt hast, damit aufzuhören?

Patrick: Ich hatte eine acht Jahre lange Pause. Damals war es wichtig und auch richtig für mich, heute ärgere ich mich darüber, die Zeit “verschenkt” zu haben. Hört sich schon ein bissl nach Midlife Crises an 🙂 !

miia: Wenn du nur drei Worte verwenden dürftest: was ist das Allerschönste am Reitlehrer – Sein?

Patrick: Manchmal hat jemand Geburtstag und es gibt Kuchen 🙂 ! Ok, drei Worte. Abwechslung, Spontanität, gute Laune.

miia: Was möchtest du all jenen sagen, die dich gewählt haben?

Patrick: Danke für euer Vertrauen und euren Einsatz am Pferd. Ich bin überwältigt, dass so viele an mich gedacht haben und wirklich von Herzen dankbar. Und natürlich beseitigt das vorerst mal alle Zweifel, ob alles gut gehen wird in meinem neuen Zuständigkeitsbereich in Wolfsgraben. Fühlt euch gedrückt!

Foto: privat

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